Folge 1 | Ankunft

Bonjour Dzanga Sangha!


„Dzanga ... wo?“ Noch zuhause in Köln schaut mich jeder erst mal fragend an. Als ich dann von meinem bevorstehenden Trip nach Zentralafrika erzähle, wird aus Staunen Fassungslosigkeit. „Das willst Du Dir antun?“ Und ob ich will! Denn erstens ist es der Traum eines jeden Tierfilmers, Gorillas in freier Wildbahn vor die Linse zu bekommen. Und zweitens ist der Dzanga Sangha Regenwald auf der Erde wirklich einzigartig.

Das Dzanga Sangha-Schutzgebiet

Im Süden der Zentralafrikanischen Republik gelegen, findet man hier auf einer Fläche von 400.000 Hektar jede Menge Großsäugetiere – in einer Dichte wie sonst an kaum einem anderen Ort der Welt. Waldelefanten, Waldbüffel, Riesenwaldschweine, Bongos und natürlich eine der größten Populationen von Flachlandgorillas. Dazu Tausende weiterer Tier- und Pflanzenarten.

Leider ist der Dzanga Sangha Regenwald bedroht. Rundherum gerät die Situation immer mehr außer Kontrolle, Wilderei und Holzeinschlag nehmen zu. Jeder Quadratmeter, der geschützt werden kann, zählt. Genau darum fahren wir ja für Krombacher da hin. Oder fliegen genauer gesagt. Erstmal über Paris nach Douala in Kamerun. Am nächsten Tag dann unser „Anschlussflug“ nach Bayanga. Verbunden mit der Hoffnung, dass es wenigstens Kotztüten an Bord gibt.

Einstieg in die Dornier nach Bayanga

Der Flug verläuft ruhiger als ich dachte. Ist das Grün anfangs noch gespickt mit der einen oder anderen Siedlung, liegt nun nur noch dichter Regenwald unter uns. Und das sieht dann tatsächlich so aus wie ein riesiges Broccoli-Feld von oben.

So sieht der Rgenwald aus: wie Broccoli

Kann man hier wirklich landen? Rummms! – wir tun es einfach und rollen aus. Am Ende der „Roll- bahn“ werden wir schon erwartet. Eine Handvoll Europäer und die örtlichen Honoratioren begrüßen uns.

Bayanga International Airport

Es herrscht eine Bullenhitze. Und noch etwas fällt mir auf: Binnen kürzester Zeit haben sich alle Afrikaner unter dem Flügel der Maschine versammelt. Denn während wir Europäer in der sengenden Sonne einen auf wichtig machen, stehen die Einheimischen lässig im Schatten. Willkommen im Dzanga Sangha Regenwald!

Unser Mann im Regenwald

Im Rahmen der Kampagne 2008 reiste Tierspezialist Dirk Steffens für das Krombacher Regenwald Projekt nach Dzanga Sangha. In diesem Reisetagebuch berichtet er von seinen Erfahrungen: der Reise, dem für uns Europäer ungewohnten Leben im Regenwald und seinen spektakulären Begegnungen mit der Tierwelt.

Dzanga Sangha

Das Regenwald-Reservat an der Südspitze der Zentral Afrikanischen Republik (ZAR) ist Teil des länderübergreifenden „Trinationale de la Sangha“, des zweitgrößten zusammenhängenden Regenwaldgebietes der Erde. In diesem einzigartigen Lebensraum finden sich fast die Hälfte aller bekannten Arten, Millionen Tier- und Pflanzenarten, so schätzt man, sind noch gar nicht entdeckt.
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