400 Säugetiere, 1000 Vogel- und über 10.000 Pflanzenarten – Dzanga Sangha ist geballtes Leben und jede einzelne Spezies erfüllt einen wichtigen Zweck im Gesamtsystem Regenwald.

Der Regenwald von Dzanga Sangha ist kein Ort der Stille wie unsere heimischen Wälder: Das fortwährende Rasseln, Zirpen, Surren und Klappern der zahllosen Insekten – Grillen, Feldheuschrecken, Zikaden, Fliegen, Bienen, Käfer – gibt den Takt vor. Zwitschernd, trillernd, gurrend stimmen die Vögel mit ein und die vielstimmigen Laute der Säugetiere, Elefanten, Antilopen und andere, komplettieren das Konzert. Wegen seiner unglaublichen Artenvielfalt wurde dieser Naturraum als besonders schützenswert erachtet. Als 1990 Wissenschaftler zum ersten Mal die Fauna von Dzanga Sangha untersuchten, identifizierten sie in einem einzigen Baum über zehntausend Insektenarten. Deswegen sagt Dirk Steffens „Im Regenwald geht es wirklich um jeden m². Wer wie die 10 Krombacher Regenwald Experten die Chance erhält, ins Herz des Regenwaldes vorzustoßen, dem bietet sich eine unglaubliche Vielfalt.


Salinen

Nicht nur Waldelefanten genießen den nahrhaften Schlamm der Lichtungen.

Die „Stars“ unter den Primaten sind in Dzanga Sangha die seltenen Flachlandgorillas, die „kleinen“ Verwandten der bekannteren Berggorillas. In einem ehrgeizigen Projekt versucht das WWF-Team die scheuen Tiere an Forschergruppen zu gewöhnen. Daneben gibt es auch viele weitere: Die frechen und nimmersatten Mangabeaffen zum Beispiel, die auf der Suche nach Leckerbissen immer in Bewegung sind. Die berühmten Waldlichtungen (Bai) von Dzanga Sangha, deren einzigartiger nährstoffreicher Boden viele Tierarten anlockt, werden von mehreren hundert Waldelefanten aufgesucht. Die Elefanten graben auf der Suche nach Wasser und Mineralstoffen den Boden der Lichtungen um und verhindern so ihr Zuwuchern. Auf diese Weise bewahren sie dieses wertvolle Nahrungsreservoir, von dem auch andere Tiere profitieren.



Bongo-Antilopen

Auch im knietiefen Schlamm noch richtig schön anzusehen.

Viele Antilopenarten nutzen ebenfalls die Bai. Da gibt es die hase- bis rehgroßen Duckerarten mit interessanten Namen wie Blauducker, Schwarzstirn- und Petersducker, die sich am Rand der Lichtung aufhalten, aber auch große Antilopen in Gestalt der ebenso schönen wie seltenen Bongo-Antilope. Auch diese bedrohte Art, die nicht umsonst den Namen der mit Fell bespannten afrikanischen Trommeln trägt, steht unter dem Schutz der Regenwald-Retter. Ein etwas gewichtigerer Bewohner ist der Waldbüffel, der mit gut 300 kg Gewicht wesentlich kleiner und leichter ist als der dunkler gefärbte Savannen-Büffel. Ihm gehen die Einheimischen lieber aus dem Weg, denn eine Begegnung mit dem launischen Zeitgenossen kann unangenehm enden.


Damit Regenwaldfans aus der ganzen Welt die unglaubliche Artenvielfalt mit eigenen Augen bestaunen können, wurde die Doli Lodge am Ufer des Sangha-Flusses erbaut. Seit einigen Jahren hat man das touristische Potenzial von Dzanaga Sangha erkannt und setzt verstärkt auf den Ökotourismus als zusätzlichen Wirtschaftszweig. Die Reise in den Dschungel verspricht zwar wenig Komfort, aber umso mehr einzigartige Erfahrungen wie das Gorillatracking, die Besichtigung der Bai und eine Einbaumtour auf dem Sangha. Dieses Projekt wirkt sowohl nach außen als auch nach innen: Der Regenwald der ZAR erhält durch internationale Touristen mehr Aufmerksamkeit in der Welt, gleichzeitig setzt sich mit dem Tourismus eine wichtige Erkenntnis für die wirtschaftlich gebeutelte Region durch: Ein intakter, artenreicher Regenwald Dzanga Sangha zahlt sich aus!

Der Regenwaldsound

„Es gibt viele Klangebenen. Die unterste, der elektronische fortwährende Puls, rührt von Heerscharen unermüdlicher Insekten – Grillen, Feldheuschrecken und deren Verwandte. Dazu kommt das stete Brummen … der Fliegen, Bienen und Käfer. Die Luft ist gänzlich erfüllt vom Gesumme … Auf der nächsten Ebene liegt das Zwitschern, Piepen, Trillern, Gurren und Tschilpen der kleinen Vögel … Und dann sind da noch die größeren Vögel und viele der Säugetiere.

Ihre Laute sind so prägnant, dass sie dicht hintereinander immer den Augenblick ihres Einsetzens beherrschen, so dass ein eindeutiger Unterschied zwischen dem Augenblick davor und dem danach besteht.“ Frei übersetzt nach Louis Sarno, The extraordinary music of the BaBenzele Pygmies and sounds of their forest home, 1995. Sarno ist Amerikaner, der seit zwanzig Jahren bei den Pygmäen lebt.

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Naturallianz

Den Erhalt der Artenvielfalt hat sich die neugegründete Naturallianz auf die Fahnen geschrieben. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist Initiator der Kampagne und Ausrichter der diesjährigen UN-Naturschutzkonferenz. Seit diesem Jahr gehört Krombacher zu den Partnern dieser Initiative.

Globale Bedeutung

„Dzanga Sangha ist über 5000 Kilometer entfernt. Was geht mich das an?“ Diese Unwissenheit kann sich heute niemand mehr leisten. Das Schicksal dieses einzigartigen Naturraums betrifft uns alle.
Warum, erfahren Sie hier.

Dzanga Sangha für den PC

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