Mobile Gesundheitsversorgung in Dzanga Sangha

Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist für die indigenen BaAka sowie generell für die Bevölkerung der lokalen Dörfer derzeit sehr schwierig.

Durch die politische Krise und die Situation des Staates in Folge des Putsches von 2013 hat sich diese Situation noch verschärft. Insbesondere die Situation der BaAka ist sehr kritisch; sie wurden und werden von der Mehrheitsgesellschaft der ethnischen Bantus systematisch marginalisiert und diskriminiert. Bisherige Bemühungen, wie die Schaffung zentraler Gesundheitsstrukturen und herkömmlicher Beschulung weitab der indigenen Siedlungen, haben sie kaum erreicht. Aus diesem Grund hat der WWF ein Projekt zur mobilen Gesundheitsversorgung der BaAka ins Leben gerufen. Mit Hilfe einer dezentralen und mobilen Gesundheitsversorgung sollen Mütter- und Kindersterblichkeit signifikant gesenkt werden, die Ausbreitung besonders schwerer Krankheiten (Tuberkulose, HIV, Malaria usw.) deutlich verringert, und eine medizinische Akut- und Grundversorgung gesichert werden.

Credits Emilia Bylicka

Das Projekt ist im Mai gestartet. Eine mobile Ambulanz wird zwölf Dörfer um das Schutzgebiet besuchen, um eine Basis-Versorgung zu gewährleisten. Zudem sollen lokale Helfer ausgebildet werden, um das medizinische Team zu unterstützen. Die Umsetzung erfolgt mit den zwei lokalen Partnern SMA und ADIH, die auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung langjährige Erfahrung haben.

Schon in den ersten Monaten des Projektes kommen die neu eingestellten Ärzte kaum hinterher. Mit der mobilen Einheit – einem Toyota Landcruiser – sind sie ständig auf Achse, um die Menschen in den Dörfern zu besuchen. Bislang wurden über 700 Patienten behandelt. In der kleinen Krankenstation in Monasao, einem der Dörfer, konnten Patienten schon mit Bluttransfusionen oder intravenösen Malariamedikamenten für eine effektivere Wirkung behandelt werden. Die Bluttransfusionen sind besonders für kleine Kinder lebensnotwendig, die bei Malaria oft riskieren, anämisch zu werden. Bislang konnten schon vier Kinder auf diese Weise gerettet werden.

Für die Umsetzung zukünftiger Projekte für einen partizipativem Naturschutz in Dzanga Sangha ist es von großer Bedeutung, diese grundlegenden Probleme der lokalen Bevölkerung zu berücksichtigen.

Credits Emilia Bylicka


Dzanga Sangha

Das Regenwald-Reservat an der Südspitze der Zentral Afrikanischen Republik (ZAR) ist Teil des länderübergreifenden „Trinationale de la Sangha“, des zweitgrößten zusammenhängenden Regenwaldgebietes der Erde. In diesem einzigartigen Lebensraum finden sich fast die Hälfte aller bekannten Arten, Millionen Tier- und Pflanzenarten, so schätzt man, sind noch gar nicht entdeckt.
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