Was geht uns der Regenwald an?

Jede Minute verliert unsere Erde 28 ha Wald, so viel wie 38 Fußballfelder. Ein Großteil dessen ist Regenwald. 90 % aller Spezies auf der Welt sind in diesem Gebiet beheimatet, obwohl es nur 7 % der Landmasse einnimmt. Mit einer unvorstellbaren Vegetationsdichte und einem gigantischen Tierreichtum trägt dieses Ökosystem den Hauptanteil der weltweiten Artenvielfalt.

Die Biodiversität ("biologische Vielfalt") kann als „Lebensversicherung der Natur“ verstanden werden, weil erst die Divergenz der Arten, der Gene und Ökosysteme es ermöglicht, sich stets flexibel auf neue Bedingungen wie den Klimawandel einzustellen. Was das mit uns zu tun hat? Einiges. Es ist eine bekannte Tatsache, dass etwa 10 – 20.000 unserer westlichen Medikamente auf Regenwaldpflanzen basieren, dabei ist gerade mal ein Prozent, so schätzt man, auf eine mögliche Heilwirkung untersucht worden. Die Medizin setzt große Erwartungen in die Erforschung dieser natürlichen Wirkstoffe. Außerdem vergisst man schnell, dass auch wir Teil einer ökologischen Kette sind:
So können Nutzpflanzen, die uns wie Reis als Grundnahrungsmittel dienen, durch Ungeziefer oder eine Krankheit bedroht sein. In diesem Fall ist Biodiversität der Schlüssel zu Alternativen. Ein anderes warnendes Beispiel bieten zur Zeit die USA: Dort sterben nach und nach die Bienenvölker aus. Bienen bestäuben mehr als 90 Obst- und Gemüsesorten dort. Fehlen die Bienen, fehlt auch das Obst.

Natürlich ist das Regenwaldsterben auch eng mit dem Problem des rasanten Klimawandels verknüpft. Die riesigen Regenwälder sind die „grüne Lunge“ des Planeten, unser größter CO2-Speicher und Sauerstofflieferant. Mit jedem gefällten Baum steigt der CO2-Anteil und verschärft einen globalen Prozess, dessen Auswirkungen unübersehbar geworden sind.

Was können Sie tun?

Es gibt einige wichtige Projekte und Initiativen, die sich dem Erhalt des Regenwaldes verschrieben haben. Die Mitgliedschaft in der vom ehemaligen Umweltminister Sigmar Gabriel ins Leben gerufenen ‚Naturallianz’ zeigt Krombacher, dass sie mit dem Regenwald Projekt auf einem richtigen Weg ist. Aktuell ist die Regenwald Stiftung mit über vier Millionen Euro ausgestattet. Das Krombacher Regenwald Projekt kann damit mittlerweile eine Fläche von rund 83 Millionen Quadratmetern im afrikanischen Regenwald schützen. Die folgenden Maßnahmen helfen konkret, die Situation in Dzanga Sangha zu verbessern:

  • Schutzmaßnahmen vor Wilderei und illegalem Holzeinschlag.
  • Aus- und Weiterbildung des Personals (Parkwächter, Touristenführer).
  • Ausrüstung der Park-Ranger (z.B. Funkgeräte, Autos).
  • Maßnahmen zur umwelt- und sozialverträglichen Nutzung der natürlichen Ressourcen.
  • Maßnahmen zur Entwicklung von Ökotourismus.
  • Forschungsprojekte im Regenwald.
Dzanga Sangha

Das Regenwald-Reservat an der Südspitze der Zentral Afrikanischen Republik (ZAR) ist Teil des länderübergreifenden „Trinationale de la Sangha“, des zweitgrößten zusammenhängenden Regenwaldgebietes der Erde. In diesem einzigartigen Lebensraum finden sich fast die Hälfte aller bekannten Arten, Millionen Tier- und Pflanzenarten, so schätzt man, sind noch gar nicht entdeckt.
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Waffen, Drahtschlingen und Tierfallen aufspüren, Korruption bekämpfen – um Dzanga Sangha vor Wilderei und illegalem Holzeinschlag zu beschützen, braucht es Mut, Entschlossenheit und gute Organisation.
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