Um den Regenwald zu schützen, muss das Team von Dzanga Sangha in vielen Bereichen aktiv sein. Wilderei und illegaler Holzeinschlag sind kaum zu kontrollieren.

Einfach ist diese Arbeit nicht für das WWF-Team in Dzanga Sangha: Die politische Lage des Landes ist instabil, die Infrastruktur – Straßen, ärztliche und materielle Versorgung, etc. – ist nicht mit der westlicher Länder zu vergleichen. Auf politischer Ebene hat man mit Korruption zu kämpfen und vor Ort mit Wilderei und illegaler Abholzung. Doch das Leben inmitten dieser unbeschreiblichen Naturwunder und die vielen großen und kleinen Erfolge, die für deren Erhalt schon errungen wurden, entschädigen für viele Entbehrungen. Die Arbeit für den Regenwaldschutz in Dzanga Sangha hat mehrere Schwerpunkte:

Ökoguards


Lagebericht der Ökoguards

Sie koordinieren Ihre Patrouillen, um das riesige Gebiet bestmöglich abzudecken.

Wichtigste Maßnahme gegen die kaum einzudämmende Wilderei sind die Ökoguards. Mit Hilfe von Krombacher Geldern werden Einheimische ausgerüstet und in ihrer fachlichen und sozialen Kompetenz trainiert, um effizient gegen Wilderei vorgehen zu können und soziale Spannungen mit der lokalen Bevölkerung zu minimieren. Der „Beruf“ des Ökoguards ist sehr angesehen und respektiert. In Zusammenarbeit mit den „ortskundigen“ BaAka Pygmäen haben sie allein in den ersten neun Monaten ihrer Tätigkeit 20.000 Drahtschlingen entfernt. Dank ihrer regelmäßigen Patrouillen zu Fuß durch den Wald und per Boot auf dem Sangha überwachen Sie den Nationalpark und große Teile des Regenwaldreservates in einem Maße, dass sich die Bestandszahlen der Waldelefanten und Flachlandgorillas seit Bestehen der Schutzgebiete stabilisiert haben.

Die Projektleiter

Sie organisieren und koordinieren die Routen der Guards und erstatten regelmäßig Bericht über die Verwendung der Gelder und die Lage vor Ort. Daneben laufen internationale Forschungsprojekte, bei denen Menschen aus allen Teilen der Welt mit der einheimischen Bevölkerung kooperieren. Ihre Beobachtungen über die Gorilla- und Elefantenpopulationen liefern der Wissenschaft wichtige Erkenntnisse und verschaffen Dzanga Sangha weltweite Bedeutung. Andere Team-Mitglieder erarbeiten mit Regierung, Land- und Forstwirtschaft Konzepte der nachhaltigen Entwicklung.

Durch verbesserte Methoden in Ackerbau und Viehzucht zum Beispiel sollen den Menschen effiziente Alternativen zu Wilderei und Waldrodung gezeigt werden. Weitere Mitarbeiter sind Büroangestellte, Fahrer, Wächter, Mechaniker, Lagerverwalter oder helfen beim Aufbau des Ökotourismus. Auch wenn der Weg noch lang ist: Der stetige Aufstieg dieses neuen Wirtschaftszweiges Tourismus und der gleichzeitige Rückgang von Wilderei und Abholzung zeigen es: Teamwork zahlt sich aus!

Globale Bedeutung

„Dzanga Sangha ist über 5000 Kilometer entfernt. Was geht mich das an?“ Diese Unwissenheit kann sich heute niemand mehr leisten. Das Schicksal dieses einzigartigen Naturraums betrifft uns alle.
Warum, erfahren Sie hier.

Naturerlebnis Sanga Lodge

„Das muss man mit eigenen Augen sehen“…sagt jeder, der einmal in Dzanga Sanga war. Um dieses einmalige Naturerlebnis für Interessierte zugänglich zu machen, wird die Doli Lodge bewirtschaftet. Beobachten Sie die Waldelefanten, gehen Sie auf Gorillapirsch und nehmen an der traditionellen Netzjagd der Pygmäen teil. Und der Regenwald-Schutz profitiert auch davon.
Besuchen Sie die Sanga Lodge


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Kennwort: Regenwald-Stiftung